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 Rainer Bartesch                            "Faltungsklänge"            

                                                         "TYROLER  REQUIEM"         

                                                         "PATCHWORK no. 1"     

 Manfred Schneider                       " FLOWERGREEN " - Das Musical

Andreas Breiter                             "DR. JEKYLL UND MR. Hyde

Friedrich Schenker                       "Stettiner Sinfonie"

Anmerkungen zu den „Faltungsklängen I – IV“ (R. Bartesch)

Hinter dem abstrakten Titel „Faltungsklänge I – IV“ verbirgt sich eine facettenreiche Komposition in vier Sätzen, die eigens für ein Konzert der Reihe „Festlicher Sommer in der Wies“ entstand. Die Uraufführung fand am 25.07.2004 in der romanischen Basilika in Altenstadt statt. Das Werk nimmt Bezug auf die Entstehungszeit der Kirche, auf deren außergewöhnliche Akustik sowie auf die Bedeutung des Kirchenraumes als Ort spiritueller, religiöser Besinnung und Begegnung.

Trotz großer klanglicher Unterschiede haben alle vier Sätze einen gemeinsamen, konzeptionellen Nenner, den ich als „Faltung“ bezeichnet habe.

Stellen Sie sich vor, unsere Kulturgeschichte würde mit bunten Farben von links nach rechts auf einem riesigen Blatt Papier aufgeschrieben und noch bevor die Farbe getrocknet ist, würde das Papier in der Mitte gefaltet, so dass die letzten Pinselstriche auf den ersten liegen. Öffnet man das Blatt wieder, so ist ein neues Bild mit gemischten Farben entstanden, denn die eine Seite hat auf die andere abgefärbt.

Nach einem vergleichbaren Rezept schuf ich den ersten Satz, die „Faltung der Zeit“. Hier treffen Elemente des gregorianischen Chorals und der frühen Mehrstimmigkeit zusammen mit zeitgenössischen Techniken und Strukturen und es entsteht ein neues Klangbild, das sowohl die Strenge des Mittelalters wie auch den Puls der heutigen Zeit in sich trägt.

Der zweite Satz, die „Faltung des Raumes“, macht die Dimensionen des Raumes auf besondere Weise mit akustischen Mitteln erlebbar. In der Akustik spricht man von einer „Faltung“, wenn ein Ton, der von den Wänden eines Raumes reflektiert wird, sich mit seinem eigenen Reflektionen überlagert. Unser Ohr kann allein aus diesen Faltungen die Dimensionen des Raumes und die Position der Schallquelle herauslesen.

Um eine möglichst intensive räumliche Wirkung zu erreichen, werden die Instrumentalisten im zweiten Satz auf vier Ensembles aufgeteilt, die an verschiedenen Orten der Kirche spielen (Raummitte, Seitenschiff rechts und links, Orgelempore). Diese Aufstellung ermöglicht ein Musizieren m i t dem Raum, dessen Nachhall quasi als „eigenständiges Ensemble“ mitspielt. Ihm kommt die Aufgabe zu, durch klangliche Überlagerung von bereits Gespieltem und soeben Erklingendem neue Klangfarben zu mischen sowie eine Verbindung zwischen den entfernt von einander musizierenden Gruppen herzustellen.

Im meditativ- träumerischen Beginn des zweiten Satzes sind die Klänge fließend ineinander verwoben. Über dem Klangband schwebt eine geheimnisvolle Melodie bis die Orgel mit einem furiosen Auftakt alle Instrumente in ein gewaltiges Klangfeuerwerk hineinzieht.

Der dritte Satz, „Faltung des Lichts“ beschreibt emotionale Extremzustände. Er ist quasi ein emotionales Destillat einer Person, die mit ihrem bevorstehenden Tod konfrontiert wird. Ihre Stimmung pendelt zwischen extremen Polen bevor sie sich schließlich allmählich dem Unabwendbaren nähert und ihren Widerstand aufgibt. Der Titel dieses Satzes leitet sich ab vom Licht mit seinen verschiedenen Helligkeitsstufen als Sinnbild für die seelischen Stimmungen eines Menschen. „Faltung“ meint hier den raschen Wechsel der Extreme und das Übereinanderschichten gegensätzlicher Stimmungen (z.B. „bitter- süß“) .

Sowohl auf textlicher wie auch auf musikalischer Ebene habe ich hier nach einer Sprache gesucht, die eine unmittelbare emotionale Botschaft vermitteln kann, ohne sich in gängigen Klischees zu verfangen. Ich möchte die Zuhörer emotional möglichst so stark berühren und mitziehen, dass sie – geführt von der Musik und dem Text - ihre eigene existenzielle Verletzlichkeit empfinden. Dieser Satz ist daher schon vom Konzept her eine echte Gratwanderung, die nur mit einer überzeugend authentischen Interpretation glücken kann. Er wirkt am stärksten, wenn es ganz schlicht und direkt gesungen bzw. interpretiert wird.

Dem düsteren Schlussklang des dritten Satzes folgt mit der „Faltung der Hände“ ein emotionaler Gegenpol. Zu einem expressiven Tenorsolo baut sich mit Mitteln der Minimal Music (eine Kompositionstechnik, bei der kurze melodische Muster ständig wiederholt und miteinander verwoben werden) eine spirituelle Spirale auf, die die Zuhörer in ein exstatisches Klanggeschehen hineinzieht. In diesem Satz kommt eine betont sinnliche, lebensbejahende Form von Spiritualität zum Ausdruck. Die Texte der drei Strophen sind angelehnt an die Schriften Meister Eckharts, einem der großen Mystiker des ausgehenden Mittelalters. Zum Schluss des letzten Satzes erklingt noch einmal jener Choral, den man schon zu Beginn des ersten Satzes hören konnte. Er bildet einen monumentalen Rahmen um die vier Sätze und fasst sie zu einer inhaltlichen wie auch formalen Einheit zusammen.

Rainer Bartesch

Entstehung und Hintergründe des TYROLER REQUIEMS

Das ca. 45- minütige Werk entstand als Auftragskomposition für Manfred Trauner, der als Kind bei den Regensburger Domspatzen sang und heute als Schlagzeuger bei den Münchner Philharmonikern spielt. Er ist der Initiator des Requiems. Sein Vater, für den er das Tyroler Requiem bestellte, war Tenor am Gärtnerplatztheater in München. Nach dessen Tod versuchte Manfred Trauner zuerst selbst ein Requiem zu schreiben, bis er sich schließlich an Rainer Bartesch wandte mit der Bitte, es für ihn zu komponieren. Er brachte eine Reihe von Vorgaben mit, die er bei der Komposition berücksichtigen sollte.

Zum einen wünschte er eine starke Verwurzelung in der alpenländischen Musik, die durch die Einarbeitung von ausgewählten alpenländischen Weisen und eine „alpenländische“ Besetzung (Blaskapelle + Alphörner + Stubenmusik + Orgel + Schlagzeug + Chor + Solisten) erreicht werden sollte, dazu gehörte auch die Verwendung des lateinischen Textes und der alten liturgischen Form. Zum anderen sollten zwei Solisten, ein lyrischer Tenor und ein Knabensopran symbolisch auf seinen Vater und ihn verweisen.

Das Tyroler Requiem greift ein altes Kompositionsverfahren auf, das im ausgehenden Mittelalter und in der Renaissance besonders beliebt und verbreitet war. Damals dienten bekannte weltliche Melodien, die mit neuen, sakralen Texten versehen wurden, als Ausgangsmaterial für Mess-Kompositionen. Für das Tyroler Requiem wurden neben den vorgegebenen alpenländischen Melodien auch typische Satztechniken der Volksmusik, z.B. der Dreigesang, übernommen und behutsam unter Einbeziehung zeitgenössischer Kompositionsverfahren verarbeitet. So entstand ein Werk, das tief in der alpenländischen Musik wurzelt, sich aber den musikalischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts nicht verschließt.

Der erste Satz, das „Requiem und Kyrie“ , beginnt mit dem Grundton der beiden Alphörner. Aus ihm heraus wächst allmählich durch immer mehr hinzutretende Stimmen ein dicht verwobener Klangteppich, auf dem der Chor schließlich das „Requiem“ anstimmt. Nachdem der Klang zur vollen Entfaltung gelangt ist, wird die Musik wieder leichter und nimmt für das „Kyrie“ die Gestalt eines erweiterten Dreigesangs an.

Wenn im zweiten Satz, dem gewaltigen „Dies irae“ der Chor vom Jüngsten Gericht singt und beim „Tuba mirum ...“ von den „wundertönenden Posaunen“ erzählt, scheint noch das alte Andreas- Hofer- Lied „Zu Mantua in Banden“ durch - immer wieder durchschnitten von einem markanten Motiv der französischen Marseillaise. An einigen besonders dichten Passagen wurde sowohl der lateinische als auch den deutsche Text einbezogen. Neben dem traditionellen Chorgesang finden sich auch Abschnitte mit rhythmisiertem Sprechgesang, denn die rhythmische Komponente spielt im „Dies irae“ eine zentrale Rolle.

Im „Domine Jesu“, einem groß angelegten Sopransolo, steht die Bitte nach Erlösung der Seele, der Rettung vor den drohenden Abgründen im Mittelpunkt. Hier kann das ungewöhnliche Ensemble eine eigene Klangsprache entfalten, die mit zarten Farben die Schutzbedürftigkeit und mit zupackend kräftigen Klängen die bedrohlichen Abgründe nachzeichnet.

Das „Sanctus“ besteht aus mehreren kompositorischen Schichten, die passgenau übereinander liegen. Die unterste bildet dabei der Andachtsjodler, der hier vollständig erklingt. Allerdings muss man schon genau hinhören, denn die darüber liegenden Schichten haben ihr Eigenleben und ziehen die Aufmerksamkeit der Zuhörer zuerst auf sich.

Ein harmonisch offenes Trompetenmotiv zum Beginn und am Ende bildet einen Rahmen um das „Agnus Dei “. Wenn der Tenor sein Solo zu singen beginnt, wird vielleicht der eine oder andere Zuhörer die Weise „Am Berg da drob’n, da steht a Kreuz“ wiedererkennen. Besonders reizvoll sind dabei die eingestreuten Alphornrufe, die dem „Agnus Dei" eine besondere Farbe verleihen.

Die spürbare Nähe des „Lux aeterna“ zur Volksmusik entsteht nicht durch eine direkte melodische Verwandtschaft, sie ist in seiner besonderen motorisch- rhythmischen Gestalt begründet. Das Duett der beiden Solisten ist eigentlich eine Polka. Das Hackbrett, das während des gesamten Stückes immer wieder die gleiche Spielfigur wiederholt, symbolisiert damit das ewige Licht.

Im letzten Satz, dem „Libera me“ tauchen Passagen des ersten und zweiten Satzes wieder auf. Er fasst die Aussagen der vorangegangenen Sätze in verdichteter Form zusammen. Hier werden noch einmal alle Kräfte aufgeboten. Aber nicht das Gefühl des endgültigen Verlustes, sondern das der Hoffnung auf das ewige Licht überwiegt beim Abschiednehmen.

Rainer Bartesch

Kurzbeschreibung: PATCHWORK No. 1

Zwei grundverschiedene Themen bilden das Ausgangsmaterial von Patchwork No. 1.
Auf das erste, ein klassisches mit dramatisch-sinfonischem Duktus, folgt ein sentimentales, filmmusikalisches. Beide Themen erscheinen zu Beginn der prosaisch gestalteten Exposition unverbunden nebeneinander, bevor sie anfangen, sich in verschiedene Richtungen zu entwickeln. Jedes macht das auf seine eigene Weise: das punktierte, klassische Thema durch motivische Abspaltungen und Variantenbildung, das filmmusikalische durch klangliche
Auffächerung zu Clustern in (Ganz)tonräumen. Im Verlauf dieser Verwandlungen generieren beide noch zusätzliches thematisches Material.
Aus der locker gefügten Patchwork-Landschaft des Beginns leitet schließlich ein Blechbläserruf mit einem kräftigen Accelerando über zu einem kraftvollen Ostinato-Riff, über dem alle Themen und Motive zueinander finden, sich verbinden und endlich ihre Energie in einem extatischen (Tanz-)Ritual freisetzen. „Patchwork“ steht für das bewusste Kombinieren inhomogener Materialien, wobei die Inhomogenität bedingt ist durch die Verwendung von Themen verschiedener musikalischer Genre (Filmmusik und „Neue Musik“) und von Kompositionsmitteln verschiedener Epochen.
Patchwork No. 1 ist eine Komposition im Stil und Klang des 20. Jahrhunderts, mit großem Farbreichtum und mannigfaltigen musikgeschichtlichen Bezügen. Seine klare Struktur, seine einfache Spielbarkeit, der zupackende „Drive“ und eine spürbare Nähe zur Filmmusik machen dieses zeitgenössische Werk für die Spieler und ein breites Publikum gleichermaßen attraktiv.
Fasst man Patchwork No.1 als Programmmusik auf, so bietet es sich an, dazu eine Geschichte z.B. von neugierigen Gespenstern und ihrem Tanz zur Geisterstunde zu entwickeln und szenisch umzusetzen.

Konzeptioneller Rahmen:
Das Werk entstand im Jahr 2005 im Rahmen eines Kompositionswettbewerbes für Schul-orchester. Es ist klanglich und stilistisch dem 20. Jahrhundert zuzuordnen, aber aufgrund seiner geringen spieltechnischen Anforderungen auch von Schülern und Laien gut zu spielen.

Patchwork No.1 bietet einen attraktiven Zugang zu experimentellen Klängen und komplexen Strukturen zeitgenössischer Musik. Die Besetzung ist dabei variabel, die einzelnen Stimmen weisen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf. Einige Schlagzeugstimmen sind sogar so einfach gehalten, dass sie auch ohne musikalische Vorerfahrungen zu bewältigen sind.
Aufgrund der fasslichen, klaren Struktur und der mannigfaltigen musikgeschichtlichen Bezüge ist Patchwork No.1 auch als Lehrstück für den Musikunterricht geeignet.

Neben einem stringenten motivisch- thematischen Konzept verbirgt sich in dem Werk ein durchgehender dramaturgischer Faden, der beim Zuhörer Assoziationen von Programm- bzw. Filmmusik hervorruft. Will man das Werk als Programmmusik interpretieren, so muss man nur eine passende Geschichte ( z.B. von Gespenstern zur Geisterstunde) erfinden und kann diese dann auch szenisch oder tänzerisch zur Musik umsetzen.

Patchwork No.1 bietet viele Zugangsmöglichkeiten und ist deshalb besonders für die Öffentlichkeitsarbeit von Orchestern geeignet. Hier können Profis und Kinder zusammen musizieren, kann ein junges Publikum an die Neue Musik herangeführt und begeistert werden.


Die Werkstruktur:
zwei extrem gegensätzliche Themen bilden das Ausgangsmaterial von Patchwork No. 1.
Auf ein dramatisch-sinfonisches folgt nach dessen Auflösung ein sentimentales, filmmusikalisches. Beide Themen erklingen zu Beginn der prosaisch gestalteten Exposition unverbunden hintereinander und beginnen dann, sich in verschiedene Richtungen zu verwandeln. Jedes macht das auf eine andere Weise: das punktierte, klassische Thema durch motivische Abspaltungen und Variantenbildung, das filmmusikalische durch klangliche Auffächerung zu Clustern in (Ganz)tonräumen. Im Verlauf dieser Verwandlungen generieren beide zusätzliches thematisches Material. Aus der locker gefügten, klangmalerischen Patchwork-Landschaft des Beginns leitet ein Blechbläser- Accelerando über zu einem zupackenden Ostinato-Bass, über dem sich alle Themen und Motive miteinander verbinden und in einer furiosen Steigerung schließlich ihre ganze Energie entfalten können.

„Patchwork“ steht für das bewusste Kombinieren inhomogener Materialien, wobei die Inhomogenität durch die Verwendung von Kompositionsmitteln verschiedener Epochen und verschiedener musikalischer Genre (Filmmusik und „Neue Musik“) gegeben ist.
Patchwork No. 1 ist eine Komposition im Stile des 20. Jahrhunderts, mit großem Farbreichtum, mannigfaltigen musikgeschichtlichen Bezügen und einem zupackenden Drive, der aufgrund seiner Nähe zur Filmmusik sowohl die Spieler als auch ein breites Publikum anspricht.



FLOWERGREEN   Ein MUSICAL
Musik: Manfred Schneider
Buch und Songtexte: Horst Helfrich

Auch wenn es tatsächlich ausgeschlossen erscheint, der Vernichtung der Erde durch umweltfeindliches Verhalten aller zu entfliehen, so versprüht die Story einen Hauch Gesellschaftskritik gepaart mit satter Dramatik, Liebesleid und vorzüglicher Musik. Gänsehaut-Atmosphäre, wie sie nicht besser sein könnte.

Der Komponist Manfred Schneider und der Textautor Horst Helfrich haben in zehnjähriger Arbeit ein Werk geschaffen, das auf spannendste Weise die Rettung der Erde schildert, die durch ein fiktives umweltbedingtes Untergangsszenario einer Totalvernichtung nahe scheint. Gänsehaut-Atmosphäre ist genauso sicher wie nachhaltige Gedanken zum Thema „Umwelt“.

Der Schriftsteller Horst Helfrich ist Verfasser von bislang 49 aufgeführten Bühnenstücken. Seine Werke umfassen Lustspiele, Komödien, Schauspiele, Einakter und Sketche.

Manfred Schneider gehört zu den erfolgreichsten Komponisten der unterhaltenden Klassik. Zahlreiche Preise und Ehrungen bezeugen seine kompositorische Virtuosität.

Das Musical „Flowergreen“ stellt für beide Verfasser den Höhepunk ihrer schöpferischen Arbeit dar.
Die insgesamt 44 Musiktitel, Songs, Ballett-, Musik- und Handlungsszenen dieses Musicals garantieren in jeder Hinsicht ein abendfüllendes und spannendes Erlebnis.

Im Schloss Sayn zu Bendorf/Sayn (Schirmherrschaft Fürstin Gabriele zu Sayn-Wittgenstein-Sayn) bei Koblenz und in der Reihe „Kultur im Kreishaus“ in Bad Ems (Wohnort des Komponisten) wurde das Musical aufgeführt, um die Wirkung des Projektes auf das Publikum und dessen Reaktionen zu testen..
Stehende Ovationen und die begeisternden Reaktionen der Besucher haben gezeigt, dass diese phantastische Geschichte das Publikum sehr bewegt und die dramatisch-szenische Umsetzung der Geschichte sehr gut gelungen ist.

Das Thema „Umwelt und Umweltschutz“ rückt immer näher in den Mittelpunkt des Bewusstseins aller Erdenbewohner, und damit ist die Aktualität dieser Geschichte stets gegenwärtig:

Vor Jahrmillionen wurde ein Teil der Erde abgespalten und ins All geschleudert. Hyazinthus, wie dieser Asteroid genannt wird, gleicht in seiner Entwicklungsgeschichte der Erde. Allerdings leben die Bewohner von Hyazinthus in völligem Einklang mit der Natur und kennen weder Feindschaft noch Krieg. Sie haben besondere Fähigkeiten. Unter anderem können sie die Entwicklung des Schwesternplaneten „Erde“ aus der Tiefe des Alls beobachten. Mit Sorge und Bedauern sehen die Hyzanthianer den Verfall des großen blauen Planeten und beschließen, auf friedfertige Weise die Erdenbewohner zu warnen und den Verantwortlichen bei der Bewältigung ihrer Probleme zu helfen.
Die Hyazinthianer starten unter ihrem König Cajus eine Mission zu uns, um die Erde in letzter Minute vor dem Untergang zu retten.
Die Tour ist nicht konfliktlos, da Cajus auf der Erde eine Geliebte hat, und nicht weiß, dass sie die Tochter des irdischen Präsidenten ist.
Dennoch gelingt es ihm die Menschen und den Präsidenten auf den rechten Weg zu bringen.
Der Weg zur Hochzeit von Cajus und Fabienne ist ebenfalls geebnet und es gibt ein gewaltiges Happy End aller Beteiligten auf der Bühne....


Das Ballett

DR. JEKYLL UND MR. HYDE

Musik: Andreas Breiter

Choreographie: Bronislav Roznos

Libretto: Thomas Gsteiger

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir eine große Freude, Ihnen hier unser neuestes Bühnenwerk, ein Ballett, näher vorzustellen.

„Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ ist ein Romanklassiker, der vor mehr als 100 Jahren R. L. Stevenson berühmt gemacht hat. Einige Verfilmungen entstanden im Laufe des 20. Jahrhunderts. Auch vor der Bühne machte der Stoff nicht halt. Die jüngste künstlerische Umsetzung wurde im Zwickauer Gewandhaus als Ballettfassung uraufgeführt.

Andreas Breiter: Musik, Bronislav Roznos: Choreographie und Thomas Gsteiger: Libretto, ließen die Geschichte der Doppelnatur von Dr. Jekyll und Mr. Hyde etwas anders auf der Bühne entstehen. Das fesselnde Thema bot dem Ensemble einen großen Gestaltungsspielraum und viele Möglichkeiten einer individuellen Ausdeutung.

Andreas Breiter hat eine ausdrucksstarke Musik geschaffen, die zugleich hohe Anforderungen an das Orchester und den Dirigenten stellt. Die stark rhythmusbezogene Musik drückt sowohl die heiteren Momente, als auch die düstere und unheimliche Grundstimmung des Werkes aus.

Unsere DEMO-DVD zeigt einen Querschnitt der Entstehungs- und Probenarbeit. Ebenfalls ist die gesamte Generalprobe aufgezeichnet.

Herr Roznos hat sich freundlicher Weise bereit erklärt, bei Bedarf choreographische Unterstützung zu leisten.

Stettiner Sinfonie Das Künstlerhaus Vorpommern beabsichtigt, im Spätsommer 2008 ein sinfonisches Werk für 40 Musiker und 25 Sänger mit dem Titel „Stettiner Sinfonie“ im Landkreis Uecker Randow, der Konzerthalle Neubrandenburg und im benachbarten Stettin uraufführen zu lassen. Für die Komposition konnte der deutsche Komponist Friedrich Schenker (*1942) gewonnen werden. Schenker ist Mitglied der deutschen Akademie der Künste, seine Werke genießen im In- und Ausland ein bedeutendes Renommée und wurden in den großen Konzerthäusern Europas, Amerikas und des nahen Ostens aufgeführt. Als „kultureller Botschafter“ identifiziert er sich mit dem Projekt Stettiner Sinfonie. Der Titel „Stettiner Sinfonie“ ist einerseits programmatisch zu verstehen als Verständigungs- und Versöhnungsgeste zwischen zwei Völkern, andereseits als Ausdruck der alltäglich werdenden auch künstlerischen Zusammenarbeit zweier Regionen. Zu diesem Zweck wurde ein Kooperationsvertrag zwischen dem Schloss der pommerschen Herzöge, der bekanntesten und größten Kultureinrichtung Stettins und dem Vorpommerschen Künstlerhaus im Herrenhaus Heinrichsruh geschlossen. Die Stettiner Sinfonie soll einen ebenso künstlerischen wie historischen Brückenschlag von Deutschland zum Nachbarland Polen darstellen.

dazu (21.09.2009 ):

HERRENHAUS HEINRICHSRUH - KÜNSTLERHAUS VORPOMMERN
17379 Heinrichsruh, Tel. 039778-20607
mail: info@kuenstlerhaus-vorpommern.de
net: www.kuenstlerhaus-vorpommern.de

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Künstlerhauses !
Es ist vollbracht:

17. Oktober 2009 * 20 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Stettiner Sinfonie – Deutsche Erstaufführung
und „In Principio“ von Marek Jasinski
Ausführende:
Baltic Neopolis Orchestra
Chor der Westpommerschen Technischen Universität Stettin
Leitung: Szymon Wyrzykowski
Schirmherrschaft:
Erwin Sellering, Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Wladyslaw Husejko, Marschall der Wojewodschaft Westpommern


Nach jahrelanger Arbeit und einer erfolgreichen Uraufführung im Juni 2009 in Szczecin (Stettin) im Rahmen der Deutsch-Polnischen Medientage erwartet Sie nun die Deutsche Erstaufführung der „Stettiner Sinfonie“. Die Stettiner Sinfonie ist ein Auftragswerk des Künstlerhaus Vorpommern und ist ein hörenswerter Beitrag in diesem wichtigen Jahr der deutsch-polnischen Beziehungen. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges vor siebzig Jahren und der Systemwechsel im früheren kommunistischen Ostblock im Jahr 1989 bilden die beiden Eckpunkte in diesem deutsch-polnischen Geschichtsjahr.
Für die Komposition konnte der deutsche Komponist Friedrich Schenker (*1942) gewonnen werden. Schenker ist Mitglied der deutschen Akademie der Künste, seine Werke genießen im In- und Ausland ein bedeutendes Renommée und wurden in den großen Konzerthäusern Europas, Amerikas und des nahen Ostens aufgeführt. Als „kultureller Botschafter“ identifiziert er sich mit dem Projekt Stettiner Sinfonie. Der Titel „Stettiner Sinfonie“ ist einerseits programmatisch zu verstehen als Verständigungs- und Versöhnungsgeste zwischen zwei Völkern, andereseits als Ausdruck der alltäglich werdenden auch künstlerischen Zusammenarbeit zweier Regionen. Zu diesem Zweck wurde ein Kooperationsvertrag zwischen dem Schloss der pommerschen Herzöge, der bekanntesten und größten Kultureinrichtung Stettins und dem Vorpommerschen Künstlerhaus im Herrenhaus Heinrichsruh geschlossen.
Die Stettiner Sinfonie soll einen ebenso künstlerischen wie historischen Brückenschlag von Deutschland zum Nachbarland Polen darstellen.
Musikalisches Thema der Stettiner Sinfonie ist die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen. Der Komponist nimmt für seine liedhaften Passagen Anleihen bei Johannes Bobrowski (1917 - 1965) einem deutschen Lyriker und Romancier, der sein literarisches Thema einmal so umschrieb: „Ich befasse mich, nach meiner Ansicht, mit dem Verhältnis der Deutschen zu ihren östlichen Nachbarvölkern. Ich benenne also Verschuldungen - der Deutschen - und versuche, Neigung zu erwecken zu den Litauern, Russen, Polen usw.“ Diesem Credo fühlt sich Fr. Schenker in der Stettiner Sinfonie als Tonsetzer ebenso verpflichtet. Seine frühen „Polen-Erfahrungen“ gehen auf die Zeit des Studiums und die Anfangsjahre als Musiker zurück, während der polnische Neue Musik an der Musikhochschule respektvoll behandelt, ja geradezu als avantgardistisch für den damaligen Ostblock angesehen wurde. Es treffen sich in Schenkers musikalischer Umsetzung somit zwei Linien: Die Traumata, in die Deutschland seine Nachbarvölker gestürzt hatte, (die politische) und die Ehrerbietung gegenüber polnischen Vertretern der Neuen Musik (die künstlerische Linie).
Eine ausführliche Beschreibung des Werkes und der Interpreten finden Sie auf unserer eigens eingerichteten Projektwebseite: www.stettiner-sinfonie.de